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Ägypten - Eintauchen in eine andere Welt

Highlights der Reise

∞ Im roten Meer über Korallen schnorcheln und sich in einer völlig anderen Welt wiederfinden.

∞ Mit Delfinen in ihrem natürlichen Lebensraum schwimmen.

∞ In einen dunklen Meeresabgrund starren & sich fragen, was dort unten wohl lauert.

∞ Zusehen, wie sich die Wüste im Licht des Sonnenuntergangs verändert.


Auf der Reise nach Hurghada sind einige Dinge gründlich schief gegangen, aber die Magie des Roten Meeres machten alles wett!

Schon der Beginn verlief chaotisch. Ich buchte die Last-Minute-Reise erst ganz spontan einen Tag vor Beginn. Nach hektischem Kofferpacken fuhr ich zum Flughafen Langenhagen, wo die Fluggesellschaft SunExpress nach mehren Stunden Warten den Flug letztendlich ganz ausfallen lies. Allerdings bekam ich dadurch eine Ausgleichszahlung von 400 Euro. Für die Nacht wurden wir kostenfrei im Maritim Hotel mit Vollverpflegung & Sauna einquartiert. 

 

Das Hotel war etwas abseits von Hurghada und preis/leistungsgemäß in Ordnung. Doch der Strand & das Meer waren zunächst eine Enttäuschung. Ich war ja bereits schon einmal in Ägypten, damals in Marsa Alam, etwa 3 Stunden von Hurghada entfernt. Dort konnte man über einen kleinen Steg direkt ins Schnorchel-Paradies gelangen. In meinem Hotel-Strand in Hurghada war kein Fisch weit und breit zu sehen.

 

Aus diesem Grund buchte ich zwei zusätzliche Ausflüge ins offene Meer (Schnorcheln, Paradise Beach & Delfinschwimmen). Mit dem Boot fuhren wir immer dem Horizont entgegen. Das Rote Meer ist einfach zauberhaft! Zunächst hatte ich Angst mit der Schnorchelausrüstung nicht zurecht zu kommen. Ich hatte vorher im Wasser geübt und bekam immer etwas Panik, weil man so viel schlechter Luft bekommt. Für eine Schnorchel-Tour mitten im offenen Ozean sah ich zunächst also schwarz. Überwindet man jedoch seine Angst und taucht ein in diese fremde Welt, ist man einfach so fasziniert und verzaubert, dass man die Probleme mit der Atmung schnell vergisst. Und das obwohl die eigene Atmung unter Wasser jederzeit präsent ist. Es wirkt wahnsinnig beruhigend, sich selbst beim gleichmäßigen Ein- und Ausatmen zuzuhören.        

"Paradise Beach" -der Strand der Insel Giftun- entpuppte sich in der Hauptsaison eher als "Höllen-Beach". Wenn das Paradies so überfüllt ist, gehe ich jedenfalls lieber freiwillig woanders hin! Als ich jedoch dort wieder ins Meer eintauchte, war der Trubel am Strand, an dem wirklich jeder Quadratmeter besetzt war, schnell vergessen. Allein tauchte ich über die Korallen und sah bunten Kaiser- und Doktorfischen beim Gleiten zu. In der Nebensaison ist diese Insel bestimmt sehr schön. Heller Sand und klares Wasser. Ohne die vielen Touristen sieht es dort bestimmt aus wie in der Raffaello Werbung..

Auch das Schwimmen mit Delfinen war ein ganz besonderes Erlebnis. In Gefangenschaft möchte ich diese schönen Tiere nicht sehen, daher war es mein erstes Mal, dass ich ihnen so nah kam. Klar fuhren wir ihnen hinterher, aber das Gefühl einer Hetzjagd hatte ich nicht. Als wir schnell ins Wasser zu ihnen eilten, blieben sie kurz bei unserer Gruppe und schwammen dann weiter. Einige Männer kraulten schnell hinter ihnen her und verscheuchten sie dadurch. Die Wellen machten mir ganz schön zu schaffen und die Entfernung zum Schiff war inzwischen ziemlich weit.. Plötzlich tauchte unser Tourguide auf und ich durfte mich bei ihm wie bei einem Delfin anhängen und er brachte mich sicher zurück zum Boot.   

Als Abschluss sollte jeder Bananen- oder Couchboot fahren und das geteilt mit 3 weiteren Touristen-Booten. In der Zeit hätte ich lieber noch schnorcheln wollen, aber leider war es ein fester Programmpunkt.  

Einen anderen Tag fuhr ich in die Arabische Wüste. Das Ganze war als Quadtour zu einem Beduinendorf deklariert. Wer sich meine früheren Reisen angeschaut hat, weiß dass ich schon zweimal eine solche Tour gemacht habe. In Dubai war es mein wahr gewordener Geburtstags-Albtraum und in Ägypten war es super schön. Dieses Mal war es irgendetwas dazwischen. Zunächst fühlte ich mich komisch, weil ich nicht nur die einzige Frau, sondern auch die einzige Deutsche auf dem Ausflug war. Der Guide erklärte der sonst geschlossenen Reisegruppe die Sicherheitsbestimmungen auf arabisch. Die Reisegruppe und ich fuhren los und die Hinfahrt auf dem Quad hat großen Spaß gemacht. Das "Beduinendorf" war so lala. Das übliche Brot machen, Tee trinken, Shisha rauchen & Kamele quälen. Zudem war es natürlich auch sehr heiß in der Mittagssonne, mitten in der Wüste.

Auf der Rückfahrt tauchte plötzlich ein riesiger Stein auf und ich konnte weder bremsen noch ausweichen. Stattdesen kippte das Quad um und ich purzelte und rutschte über den heißen Wüstensand. Im Schock wollte ich prüfen, ob etwas gebrochen war, aber die Gruppe zerrte schon an mir und hielt mir Taschentücher hin, um das Blut und den Sand abzuwischen.

Wenn man fällt, soll man ja bekanntlich schnell wieder aufs Pferd steigen. Also ging es noch eine Stunde der Sonne entgegen, diesmal etwas wachsamer und langsamer. Die Schmerzen würde ich erst am nächsten Tag spüren und so konnte ich noch den magischen Sonnenuntergang in der Wüste genießen.  

Am nächsten Tag, konnte ich kaum atmen, da meine Rippen offensichtlich ganz schön was abbekommen hatten. Ich fühlte mich wie gerädert und verbrachte den Tag am Hotelstrand. Nach einer Massage, ging es mir aber tatsächlich schon viel besser und auch die Schürfwunden und blaue Flecken verheilten bald.

 

Natürlich machte ich auch eine kleine Stadtrundfahrt in Hurghada. Der Andrang dort hielt sich anscheinend in Grenzen, denn ich hatte den Reiseführer für mich allein. Wir besuchten den Fisch- und Obstmarkt, kauften sehr leckeres Fladenbrot und er erzählte mir viel Interessantes über den Islam. Der Geruch auf dem Fischmarkt war schon extrem, aber es war interessant zu sehen, wie die Hygienevorschriften in anderen Ländern sind ;-) 

Ich persönlich würde nächstes Mal lieber wieder etwas weiter nach Marsa Alam fahren, um direkt vom Hotel aus schnorcheln zu können und nicht auf gebuchte Touren angewiesen sein zu müssen. Die Innenstadt von Hurghada ist jedoch sehr schön und definitiv eine Reise wert.

In diesem Urlaub gab es tatsächlich einige Pannen, aber der Zauber des Roten Meeres hat alles wett gemacht!